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Das Leder-Ei auf dem Vormarsch – Madden NFL 17 für PS4

Am 23. August 2016 war es so weit. Mit dem Release von Madden NFL 17 schlug EA Sports ein neues Kapitel in der Geschichte der Madden-Serie auf, die konkurrenzlos auf die 30 zugeht. Weder vermochte sich Segas NFL 2K noch zehn Jahre später Backbreaker der Publisher NaturalMotion und 505 Games gegen die Übermacht der Madden-Ausgaben zu behaupten. Daran wird sich kaum was ändern. Speziell in Deutschland stehen alle Zeichen auf Erfolg, nachdem dank Frank Buschmann und „ran NFL“ auf ProSieben Maxx American Football von Tag zu Tag populärer wird. Hinzu kommt, dass Madden NFL 17 Einsteigern durch ein umfangreiches Tutorial die Furcht vor dem komplizierten Regelwerk des American Footballs nimmt. Jede nur erdenkliche Spielaktion ist abrufbar, Würfe, Tackles und Kicks werfen nicht länger Fragen auf.

Bekannte Modi neben willkommenem Gameplay-Update

Spätestens ab dem 7. September 2017 werden sich Freunde des American Footballs einmal mehr über die Live-Sportwetten auf dem Laufenden halten. Zum Saisonauftakt gibt es mit dem Aufmarsch der New England Patriots, des Gewinners der Super Bowl LI, gleich ein Sport-Gustostückerl vom Feinsten. Und wer sich auf die neue Spielsaison angemessen einstimmen will, hat mit Madden NFL 17 die Möglichkeit dazu.

Offline ist das Sportspiel auf 1 bis 4 Spieler ausgelegt, online sind hingegen 2 bis 4 Spieler mit von der Partie. Madden NFL 17 ist auf der PlayStation 4 spielbar, der Online-Multiplayer erfordert jedoch PlayStation Plus, das kostenpflichtige Upgrade des PlayStation Networks.

Eine Verbesserung des Lauf- und Passspiels ist den Entwicklern nicht abzusprechen. Gemessen am Vorgängermodell wirkt die Neuausgabe des Sportspiels einen Tick authentischer. Kaum hat der Spieler das Ei gefangen, wird er durch Pfeile auf den richtigen Weg gelotst. Gleichzeitig ist es ihm möglich, hinderliche Gegner ins Leere laufen zu lassen. Alles, was es dafür braucht, ist ein einfacher Knopfdruck auf der PlayStation 4.

Erfreulich ist auch, dass sich die Entwickler neuerdings an den Stärken und Schwächen echter Teams orientieren. So unterscheidet sich die Spielweise einer stark defensiv ausgerichteten Mannschaft wie der Denver Broncos eklatant von einem Offensivteam wie den New England Patriots. Für Abwechslung ist damit gesorgt. Immerhin muss sich der Spieler bei jedem Spiel auf den jeweiligen Gegner entsprechend einstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Gegner aus dem Spielverlauf lernt. Wird ein Spielzug wiederholt, reagiert das gegnerische Team beim zweiten Mal angemessen.

Auf neue Spielmodi haben die Entwickler verzichtet, dafür erstrahlt der Franchise-Modus in neuem Glanz. Er erlaubt es dem Spieler beispielsweise, die Saisonziele selbst festzulegen und darüber zu befinden, welche Leistungen gewürdigt werden. Erfahrungspunkte fürs eigene Team sind ab sofort auch bei Trainingsspielen und außerordentlichen Spielzügen drin. Ein zusätzlicher Reiz dürfte dem gezielten Einzeltraining abzugewinnen sein, wenn es Früchte trägt und der geförderte Spieler Triumphe feiert.

Harte Bewährungsprobe für Ignite

Bereits 2013 hat EA Sports die Veränderung angekündigt. Während jedoch der Wechsel von Ignite zu Frostbite in FIFA 17 in der Tat erfolgt ist, hat der Publisher bei Madden NFL 17 ein allerletztes Mal auf die Ignite-Engine als Grafikmotor zurückgegriffen. Endgültig ausgedient hat Ignite bei Madden NFL 18, wie Anfang 2017 bekanntgegeben wurde.

Zum Nachteil gereichte diese Entscheidung der mittlerweile vierten Ausgabe auf PS4 nicht. Gaben die Spielerbewegungen samt den optischen Details und der flüssigen Performance auch in der Vergangenheit kaum Anlass zu Kritik, ziehen einen die Werbeeinblendungen nicht anders als die Ereignisse abseits des Spielgeschehens unweigerlich sofort in den Bann. Passend inszenierte Zwischensequenzen und grandios integrierte Wiederholungen runden das Geschehen ab. Übertroffen wird das Ganze nur noch durch die Wettereffekte. Der Spieler spürt regelrecht den eiskalten Wind, wenn er im verschneiten Lambeau Field mit den Green Bay Packers antritt und erbittert um jedes Yard ringt.

Schmissige Kommentare gespickt mit akustischen Kinkerlitzchen

Die Akustik steht der Optik in nichts nach. Auch sie überzeugt auf der ganzen Linie. Frenetisch anfeuernde Fans treffen hier auf authentische Spielfeldgeräusche. Es sind aber namentlich die brandneuen Kommentatoren Brandon Gaudin und Charles Davis, die lobend hervorzuheben sind. Nicht von ungefähr werden sie gemeinhin als die besten Kommentatoren in der Geschichte der Madden-Serie gehandelt.

Summa summarum viele Pluspunkte

Das Pro und Kontra ist rasch abgehandelt. An Gameplay, Optik und Akustik gibt es nichts zu bemängeln, der Innovationsschub lässt hingegen zu wünschen übrig. Dabei ist der Verzicht auf neue Spielmodi nicht wirklich ein Thema. Wer sich mithin das Vorgängermodell verkniffen hat, sollte sich ehestens mit Madden NFL 17 eindecken.

Madden NFL 17 – First Look Trailer | PS4, PS3 von PlayStation auf YouTube

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